Das ist der Grund, warum ich …


Hallo meine liebe Herzensfreundin Tina!

So geht es mir mit dem Schreiben. Dir auch, nicht wahr?

Lass uns doch wieder mehr miteinander schreiben – ganz unabhängig davon, was wir sonst so miteinander treiben.

Was meinst Du?

Fühle Dich umarmt.

Deine Julia

Warum Abschiede so kostbar sind!


20160428_185413.png

Abschied nehmen können wir erst, wenn wir „Hallo“ sagen.

Ich sehe dich, mich, uns. Den Blick auf das, was wir haben lenken zu können, ist ein entscheidender Teil vom eigenen Prozess des Abschiednehmens.

Denn immer kann der Abschied starke Gefühle in sich tragen: Wut, Anklage, Rechtfertigung, Liebe, Trauer, Hass, Scham, Erleichterung, Angst, Zweifel…

In seiner Intensität ist jedes Gefühl über längeren Zeitraum kaum auszuhalten. Wobei natürlich die „angenehmen“ Gefühle bekömmlicher wirken. Doch immer wird das eine vom anderen getragen und ausgeglichen. Wenn wir nur das ein oder andere zulassen, spüren wir nach individueller Zeit, dass wir uns unvollständig fühlen.
Das kann sich in Lustlosigkeit, Leere oder starker Müdigkeit zeigen. Wir „Erstarren“ förmlich.

Jeder Abschied – ob selbst gewählt oder nicht – tut weh!

Es schmerzt, Menschen, eigene Ziele oder Wünsche oder etwas Geliebtes zu verlieren. Durch diesen Schmerz durch zu gehen, ihn anzunehmen und zu atmen, Tränen laufen zu lassen… Vielleicht Geliebtes, Verlorenes laut auszusprechen…

Und dem Schmerz Raum zu geben!
Dann kann die Phase der Heilung beginnen.
Der andere Blick- liebevoll, verstehend, individuell im Prozess – kann heilsam sein.

Wir haben die Chance, Abschied zu nehmen. Einen Abschied, der uns nicht innerlich auffrisst – uns nicht lähmt!

Abschied zu nehmen, weil Abschiede zum Leben gehören und lehrreich und heilsam und bewegend für einen Selbst und auch Andere sein können.

Ich wünsche vielen Menschen solche Abschiede. Denn sie schenken uns Liebe, Achtung, Dankbarkeit und Respekt – miteinander, füreinander  und für das Leben – zum Leben.

*Tina*

Von… einfach von mir!


wpid-fb_img_1428615460439.jpg

Meine Herzensfreundin,

ich möchte so gerne schreiben… es tut mir immer so gut und es fließt dann so viel so klar heraus.

Nur… Ich bin ganz schrecklich blockiert im Moment.

Ein riesiger Knoten bin ich gerade. Voller angestauter Energie, die ich gerade nicht konstruktiv für mich nutzen kann, weil ich sich in mir eine grooooße Sturheit, ein uralter riesengroßer Bock breitmacht. Und sich diese große und tolle Energie staut, ich sie nicht frei lasse, damit sie sich wieder in mir ausbreiten kann und sie sinnvoll für mich nutzen kann, wie ich es im letzten Jahr so wunderbar geschafft habe. Um zu wachsen und wieder groß in mir zu sein.

Ich bin aber gerade klein. Klitzeklein. Ein schreiendes, wütendes, bockiges Mädchen. Ein Mädchen, dass alles dooooof findet, sich ungerecht behandelt fühlt, sich nicht gesehen, nicht wahrgenommen, nicht gewertschätzt fühlt. Und das Mädchen wütet und bockt und schreit jeden an, nörgelt herum, keiner kann es ihm recht machen, alles in seinem Leben ist falsch und blöd und so vieles fehlt, was es doch aber haben will ! ! !

Ist das Bild deutlich geworden? Dieses Mädchen… wie alt mag es sein?

Dieses kleine Mädchen hat(te) ein gutes Recht auf all diese Gefühle. Diesem Mädchen – mir, Tina – wurden die schlimmsten Dinge angetan, die man einem Kind antun kann. Dieses Mädchen hätte all das ausleben sollen. Stattdessen war es still, wurde still gemacht. Stattdessen suchte es die Fehler bei sich und wurde darin bestärkt. Darin, dass mit ihm etwas nicht stimme.

Ich bin nur jetzt kein kleines Mädchen mehr. Ich bin jetzt eine erwachsene Frau.

Und diese Strategien bringen jetzt gerade weder mir noch meinen Mitmenschen was. Im Gegenteil. Klar… kognitiv ja ganz logisch. Weiß ich alles. Sage ich mir auch selbst alle 5 Minuten. Nur hört es nicht auf zu wüten in mir drin.

Eine allgemeine Unzufriedenheit in mir und über mein Leben macht sich breit und ich bestehe so sehr kindlich, stur und bockig darauf, dass verdammt nochmal andere dafür sorgen zu haben, dass es mir gut geht. Dass sie mich endlich glücklich machen und mir das geben, was ich haaaaaaaaaaaben will!

Und diese Strategie bringt natürlich weder mir noch meinen Mitmenschen was. Im Gegenteil. Sie funktioniert nicht. Hat sie noch nie, wird sie nie. Klar… kognitiv ja ganz logisch. Weiß ich alles. Habe ich alles selber schon erfahren und gelebt, dass nur ich für mich, mein Glücklichsein, meine Zufriedenheit sorgen kann. Sage ich mir auch selbst alle 5 Minuten. Nur hört es nicht auf. Das Kleinsein. Das Strampeln, Trampeln, Bocken… Und dadurch geht so viel kaputt um mich herum. Distanz zu geliebten Menschen… Das ist grauenhaft. ICH finde mich grauenhaft und genauso grauenhaft sollen sich bitte sehr alle anderen fühlen. Selbst schuld. Bääääääh….

Und auch der Schmerz und die Angst. Das Misstrauen. Die Gewissheit, dass andere dieses Wesen – mich – niemals wirklich lieben können. Wie auch mit all dem, was es mit sich trägt?

Auch das hört nicht auf. Das liegt darunter. Und das macht auch mich im Jetzt und Hier noch wütend und bockig. Und dann hat das kleine Mädchen einen großen Spielplatz für sich gefunden. Und holt sich in einer Tour die negativen Bestätigungen, die es kennt und braucht… damit es weiter bocken und wüten kann. Sich im Recht fühlen kann, weil alle anderen so schrecklich gemein zu ihm sind und es wirklich, wirklich ganz arm dran ist.

Und diese Strategie bringt natürlich weder mir noch meinen Mitmenschen was. Im Gegenteil. Sie funktioniert nicht. Hat sie noch nie, wird sie nie. Klar… kognitiv ja ganz logisch. Weiß ich alles. Habe ich alles selber schon erfahren und gelebt, dass nur ich für mich, mein Glücklichsein, meine Zufriedenheit sorgen kann. Sage ich mir auch selbst alle 5 Minuten. Nur hört es nicht auf…

Es soll einfach wieder aufhören, Tina!

Es soll einfach aufhören. Nein, nicht „es“… ICH möchte damit aufhören.

Ich möchte mich endlich wieder dazu entscheiden, damit aufzuhören. Und ich weiß nicht mehr, wie! Ich weiß nicht mehr, wie ich damit aufhören kann.

Und das hatte ich doch schon längst. Und es hat mich so glücklich und froh, groß und leuchtend gemacht.

Ich habe die Liebe gespürt. Meine wunderbare Liebe, die ich zu geben habe und die wundervolle Liebe, die mir geschenkt wird. Um meinetwillen. Weil ich es bin.

Puuuuuuhhhhh…

Mir ist einiges jetzt klarer geworden… Insbesondere wo der Trigger für das Erscheinen meines altbekannten sturen Mädchen lag.

Ich bin einen Riesenschritt gegangen. Ich habe mich meiner Familie mitgeteilt. Ihnen erzählt, was mir geschehen ist.. Etwas, was sie längst wussten und nicht hinsehen wollten. 30 Jahre Schweigen und heile Welt und einen Blick auf die kleine Tochter, der vermittelt hat, dass sie irgendwie nicht richtig ist.

Und all die verletzten Mädchen in mir, haben sehr darauf gehofft, dass danach etwas passiert. Wiedergutmachung vielleicht. Fürsorge. Nachholung von Verpasstem.

Und ich erwachsene Frau hatte nur einen Wunsch. Dass das Schweigen endlich aufhört. Dass es weiter geht. Und zwar nicht nur dann, wenn ich selber dafür sorge. Dass die Verantwortung endlich von denen übernommen wird, die sie zu tragen haben.

Und nichts ist passiert.

Und sämtliche Anteile in mir – groß und klein – wüten, bocken und schreien nun. Sind enttäuscht.

Und verhalten sich nur vor der Familie wie gewohnt — anständig, brav und ruhig.

Ich denke, ich belasse es für heute dabei. Ich bin froh, dass ich einfach drauf los geschrieben habe. Denn ich fühle mich nun ein wenig entknotet.

Gute Nacht, Tina. Und bis ganz, ganz bald.

Deine Julia

Vom Hartsein und Weichsein – eigentlich von immer wieder neuen Anfängen!


wpid-http%3a%2f%2f41.media_.tumblr.com%2fdf2027063fe28e9f9eba46fdd97a4114%2ftumblr_njrtdvimml1rwn2euo1_500.jpg

Meine liebe Tina!

Diesen Beitrag habe ich schon vor ca. 3 Wochen geschrieben und er hat mir selbst gar nicht gefallen… Jetzt, nachdem ich ihn nochmal gelesen habe, verstehe ich warum. In diesem Zustand konnte er mir nur NICHT gefallen. Ich möchte ihn jetzt doch veröffentlichen, weil ich danach noch einen Beitrag schreiben möchte. Und der scheint daran anzuknüpfen….

Also, hier ist er:

Guten Tag, meine liebe Tina!

Vielleicht könnte der Titel dieses Beitrages auch so heißen: „Etwas zu wissen heißt noch lange nicht, dass man gewohnte Muster und innere Glaubenssätze und damit dann sein Handeln sofort verändern kann!“

Selbst wenn man das schon mal viel „besser“ und für sich selbst zufriedenstellender hinbekommen hat, heißt das noch lange nicht, dass das ab diesem Zeitpunkt für immer genauso bleibt bzw. nur besser wird.

Es ist doch eher ein dynamischer Prozess. Ein bisschen wie ein Tanz durch den Raum.

…1 Schritt vor… 2 Schritte zurück… 4 Schritte seitlich… und dann einen großen Sprung nach vorne… eine kleine Drehung… und einen halben Schritt zurück…. und wieder vor… und….

Mal ein Wiegen, mal eine abrupte Bewegung. Mal sanft und anmutig, mal kraftvoll, mal irritierend, mal leise, mal laut, mal hektisch, mal ruhig, mal langsam, mal schnell. Mal dem Boden sehr nah, mal dem Himmel. Mal introvertiert und mal extrovertiert…. und noch so, so vieles mehr.

Es wäre ja kein Tanz, wenn man einfach gerade durch den Raum laufen würde.

Und ich tanze so sehr gerne, Tina. Es erfüllt mich und macht mich weich.

Genau mit diesem so sehr schönem Bild, das mir hier gerade ganz spontan eingefallen ist und über das ich mich sehr freue, sage ich mir selber gerade eigentlich: „Julia, sei doch ein wenig weicher mit Dir selbst!“ Denn das gelingt mir im Moment nämlich gerade gar nicht gut.

Dann bin ich verdammt hart mit mir und finde mich nicht in Ordnung. Dass, was ich denke und dass, was ich fühle. Dass, was ich wahrnehme und dass, was ich übersehe. Dann bin ich nur am hadern mit mir und über mich selbst und mit meinem Leben und all dem darin und drum herum.

Dann werde ich ganz hart… mein Körper natürlich auch… und alles verknotet sich in meinem Kopf und meinem Körper, meinem Magen, meinem Herz…

Und darüber ärgere ich mich dann wieder noch mehr, weil ich das sehr wohl alles mitbekomme und um die Dinge und „Lösungen“ weiß… und es doch gerade einfach nicht schaffe, aus diesem Zustand auszusteigen. Dann erlaube ich wieder all den alten Geschichten und Glaubenssätzen, mein Denken und Fühlen, mein Handeln, mein Leben zu regieren…. ich weiß verdammt nochmal darum und schaffe es dennoch nicht.

Und das gibt mir dann echt den Rest…. Aaaaaah… dann werde ich nicht nur hart, sondern auch noch bitter und nörgelig… und wenn das passiert, dann verhalte ich mich wie…

„Mein Gott, jetzt bin ich auch noch wie meine Mutter so oft war/ist!“

Was dann passiert, kannst Du Dir ja denken, liebe Tina. Ich ärgere mich noch mehr und kann mich irgendwann gar nicht mehr ausstehen.

Wie soll ich in diesem Zustand, in dem ich so hart mit mir selbst bin nur weich zu anderen sein können?

Geht nicht. Denn dann bin ich natürlich auch zu anderen hart und bitter und nörgelig.

Niemand kann`s mir mehr recht machen und schon gar nicht ich selber!

Niemand kann mir wirklich nahe kommen.

Weil ich mir selbst gar nicht nahe bin… im Gegenteil… weil ich mir selbst gegenüber so hart bin und mich eher wie von oben, ständig beobachte und für alles eine Bewertung finde. Eine negative natürlich. Die finde ich dann für alles andere auch.

Ich vermisse dann vor allem mich in mir und in der Folge logischerweise auch meine geliebten Menschen und die Nähe, die Weichheit zwischen ihnen und mir.

Stattdessen wird es dann verzwickt und unsicher, laut und unzufrieden, kalt und anstrengend.

Und das ist ja ein altbekannter Zustand, den ich doch schon gut verlassen und dafür einen anderen aufbauen konnte. Und nun gilt es, anstatt darin zu verschwinden – vor allem in dem Gehader damit, dass es ihn noch gibt und ich wieder hineinrutschen konnte… – nun gilt es, mich eben „einfach“ wieder von Neuem, ein weiteres Mal heraus zu kämpfen… oder besser…. heraus zu tanzen. Um mal gleich positiv und weicher damit umzugehen… ja, heraus zu TANZEN.

Denn all diese innere Anteile und Stimmen, die beteiligt sind an diesem oder anderen Zuständen, haben irgendwann in meinem Leben eine wichtige Aufgabe gehabt. Haben bestimmte Funktionen übernommen (Schutzfunktionen zum Beispiel) und haben auch noch immer etwas zu sagen, was möglicherweise wichtig und richtig ist.

Es geht nur darum, dabei erwachsen zu bleiben. Zu hinterfragen. Abzuwiegen. Mir wird niemand mehr etwas tun und ich kann mein Leben so gestalten wie ich es möchte. Ich habe schon so viel geschafft, Tina!

Deine *Julia*

Mein Mann – Bis das der Tod euch scheidet oder das Papier! Vielleicht wird es BEIDES sein!


wpid-img_20929059718155.jpeg

Jule!

Mein Herz zerspringt gerade vor Schmerz und ich sitze schlaflos, weinend und voller Angst in der Brust in meinem Bett. Diese Angst nimmt mir meinen Atem!

Ich verliere meinen Mann. Er geht und ich kann ihn nicht aufhalten. Ich bin schon gegangen und er hat mich nicht aufgehalten. Es macht ja auch keinen Sinn zu halten, was gehen will. Würden wir einen Vogel am Losfliegen hindern wollen, ihn festhalten, dann verletzen wir den Vogel und nehmen ihm seine Federn. Er verliert an Ganzheit und Größe!

Und das möchte keiner von uns. Dem anderen seinen freien Willen nehmen. Was würde es auch bringen. Kompromisse schließen. Liebe braucht das Feuer! Und wenn dieses Feuer nicht mehr brennt, dann ist auch die Zeit der Kompromisse vorbei. Es sei denn, wir sind bereit, diesen Kompromiss zu schließen. Zu akzeptieren, dass das Feuer erloschen ist. Für diesen Kompromiss zahlen wir einen hohen Preis. Uns selbst. Denn wir verlieren unser ganz eigenes Feuer in diesem Kompromiss. Wir werden kalt und glanzlos und hören auf zu atmen.

Ich habe mich entschieden zu atmen.

Wir haben uns getrennt und finden keinen Abschied. Das Loslassen ist so schwer! Zu akzeptieren und zu glauben, dass wir uns verabschieden. Das es wahr ist und wirklich passiert.

Ich kenne ihn schon 14 Jahre. Und unsere Wege waren schnell verbunden. Wir haben so viel gelacht, geweint, erlebt und sind zusammen gewachsen und haben uns geliebt. Verstanden, gehört, gesehen. Und in und aus dieser Liebe sind unsere zwei wundervollen Kinder in unser Leben getapst.

Eine Familie!

Mir hat das immer viel bedeutet! Ich habe hochschwanger mit unserem ersten Sohn geheiratet, weil ich und er eine Familie sein wollten. Wir – mit unserem Kind.

Ich trage so viele Erinnerungen in meinem Herzen. Sie werden manchmal ganz plötzlich ausgelöst, Orte, Situationen, Worte, Blicke und so vieles mehr!

Ich weiß nicht wann es anfing und ich weiß nicht ob es je aufhört! Dieses Gefühl, dass es Zeit ist für Veränderungen.

Ich frage mich so oft, ob ich solch eine große Veränderung brauche. Geht es um meinen Mann und veränderte Gefühle? Bin ich es selbst? Stehe ich mir im Weg?

Ich habe solche Angst, mich zu verabschieden.

Innerlich loszulassen… die Liebe, die Verbundenheit. Mit ihm unsere Familie zu leben!

Ich kann in mir keinen anderen Mann an meiner Seite mit unseren Kindern sehen.

Er gehört doch da hin! An meine Seite. Wenn wir durch die Sonne spazieren.

Doch wir haben uns auf dem Weg verloren. Dort ist etwas in mir, unüberwindbar.

Ich weiß nicht warum und wie und was da passiert ist. Ich möchte nicht mit ihm zusammen leben. Und ich habe mich getrennt und ich bin ausgezogen.

Doch unsere Familie nicht zu leben, fühlt sich so falsch an. Wir alle sind so verletzt. Er und ich und unsere Kinder.

Meine ICH-ZEIT treibt auch uns in unserem Prozess voran. Unseren Abschied.

Ich bin bei mir. Und auch in dieser Zeit finde ich keinen Weg zu meinen Mann. Ich gehe meinen Weg und entdecke mich neu und habe diesen großen Wunsch in mir, gesund und nach meinen Vorstellungen zu leben! Und dafür brauche ich diesen, meinen Weg.

Ich habe unglaubliche Angst, dass ich später erkenne und herausfinde, dass es falsch war, ihn zu verlassen. Doch ich möchte aufhören in richtig oder falsch zu werten. Ich möchte meinen Gefühlen und Entscheidungen vertrauen!

Ich habe mich entschieden, meinen Mann zu verlassen und mit ihm so viel mehr. Mit solch einer Trennung verändert sich so vieles. Freundeskreise, Familienbände!

Und wieder steigt in mir die Angst hoch. Angst vor Abschieden und diesem Schmerz des Verlustes. Ich verliere und gewinne. Es ist immer Beides, meine Jule, wie du so wahrlich erkannt hast. Und meine Angst und mein Schmerz haben auch ihre Berechtigung!

Und ja!!! Ich möchte nicht aufhören, meinen Weg zu mir selbst zu gehen!

Und ich werde noch ganz oft weinen, denn es tut mir sehr weh, meinen Mann verloren zu haben und mich immer wieder zu verabschieden, um uns neu und anders „Hallo!“ zu sagen. Irgendwann. Irgendwie.

Doch jetzt spüre ich die Zeit… Zeit sich zu verabschieden und mein Herz tut mir weh.

Denn

…bis das der Tod euch scheidet hieß es einmal…

Und jetzt wird es das Papier!

Doch es wird immer BEIDES sein.

Tina